Gott, der Herr über Leben und Tod,
hat am Sonntag, 3. Mai 2026, unseren Mitbruder im Priesteramt, Prälat Heinz-Josef Tillmann, aus dieser Welt in sein Leben gerufen.

Der Verstorbene, der in Essen gewohnt hat, wurde am 20. Januar 1935 in Bochum geboren und am 23. Juli 1960 in Gelsenkirchen zum Priester geweiht.
Nach seiner Weihe war Heinz-Josef Tillmann zunächst als Aushilfe in der Pfarrei St. Mauritius in Niederwenigern und dann als Kaplan in der Pfarrei St. Bonifatius in Essen-Huttrop eingesetzt. Im
Frühjahr des Jahres 1965 übernahm er die Aufgabe als Religionslehrer am Städtischen Carl-Humann-Gymnasium und wurde zusätzlich als Subsidiar an St. Joseph in Essen-Steele-Horst, ab Herbst
desselben Jahres an St. Laurentius in Essen-Steele, ernannt. Im Jahr 1970 erhielt er den Titel eines Gymnasialpfarrers.
Seit Februar 1971 war Heinz-Josef Tillmann Rundfunkbeauftragter des Bistums Essen, ab Juni 1974 zudem Mentor für Laientheologen. Als Direktor des Bochumer Studienkollegs war er ab dem Jahr 1976
für die Priesterausbildung im Bistum Essen mitverantwortlich. Papst Johannes Paul II. verlieh ihm im Sommer 1982 den Titel eines päpstlichen Ehrenkaplans.
Ab Mai 1987 wechselte Msgr. Tillmann in die Gemeindeseelsorge und übernahm als Pfarrer die Leitung der Pfarrei St. Ludger in Duisburg-Neudorf. Von 1989 bis 2001 war er zudem über mehr als ein
Jahrzehnt Duisburger Stadtdechant. Dem Essener Domkapitel gehörte Msgr. Tillmann seit 1996 als nichtresidierender Domkapitular an.
Mit Vollendung seines 70. Lebensjahres trat er im August 2005 in den Ruhestand, übernahm aber weiterhin pastorale Verantwortung, insbesondere für die Seelsorge in der
Fürstin-Franziska-Christine-Stiftung in Essen-Steele und als Geistlicher Beirat der KKVOrtsgemeinschaft „Assindia“, Essen.
Msgr. Tillmann hat in einer bewegten priesterlichen Laufbahn in unterschiedlichen Bereichen des Bistums Essen wichtige Aufgaben übernommen. Dabei hat er als Religionslehrer und Gymnasialpfarrer
Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg begleitet, Verantwortung für Theologiestudierende auf ihren unterschiedlichen Berufungswegen im Bistum Essen getragen und mit zahlreichen Beiträgen im
Rundfunk sowie als Vertreter der katholischen Kirche in Duisburg in die Gesellschaft hineingewirkt.
Insbesondere für viele Priester des Bistums Essen, die ihn im Studienkolleg erlebt haben, war er eine prägende Gestalt ihrer Ausbildung, zu der viele gerne Kontakt gehalten haben. Gleichzeitig
war er über Jahre Pfarrer vor Ort und - solange es seine Gesundheit zuließ - noch nach dem Eintritt in den Ruhestand in der Seniorenpastoral aktiv. An seinen unterschiedlichen Einsatzorten war er
den Menschen ein sensibler Seelsorger, ein geistlicher Wegbegleiter und behielt sich stets intellektuelle Offenheit und Humor.
Als Bischof fühle ich mich dem Verstorbenen in besonderer Weise verbunden und danke ihm herzlich für seinen engagierten Dienst in unserem Bistum.
Ich bitte, mit mir des Heimgegangenen im Gebet zu gedenken.
Essen, 4. Mai 2026
+ Dr. Franz-Josef Overbeck
Bischof von Essen
Die Totenvesper wird gebetet am Freitag, 08.05.2026, um 18 Uhr in der Kapelle der Fürstin-Franziska-Christine-Stiftung, Steeler Str. 642 in 45276 Essen.
Das Requiem wird gefeiert am Samstag, 09.05.2026, um 10 Uhr, ebenfalls in der Kapelle der Fürstin-Franziska-Christine-Stiftung.
Im Anschluss erfolgt die Beisetzung auf dem Alten Friedhof St. Laurentius, am Laurentiusweg in 45276 Essen.
